Die schwere kombinierte Immundefizienz (SCID) ist eine Erbkrankheit, die bei reinrassigen und teilblütigen Araberpferden auftritt.
Tiere mit dieser ererbten Erkrankung haben eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und zeigen erste Krankheitsanzeichen im Alter zwischen zwei Tagen und acht Wochen. Eine klinische Diagnose der Krankheit ist nicht einfach, da die Symptome wie erhöhte Temperatur, Atemwegskomplikationen und Durchfall typisch für neugeborene Fohlen mit einer Reihe von Infektionen sind.
Fohlen, die von SCID betroffen sind, sterben immer innerhalb der ersten sechs Lebensmonate an der Störung. Dies geschieht unabhängig vom Grad der tierärztlichen Versorgung. SCID ist daher eine belastende Erkrankung für das betroffene Tier und die Besitzer oder Pfleger und führt zu finanziellen Verlusten durch tote Fohlen und Tierarztkosten.
Die Störung ist rezessiv, was bedeutet, dass ein Pferd homozygot positiv sein oder zwei Kopien des defekten Gens haben muss, um an der Krankheit zu leiden. Folglich müssen sowohl der Hengst als auch die Stute mindestens eine Kopie des mutierten Gens besitzen, damit die Nachkommen betroffen sind. Nachkommen, die mit einer Kopie des defekten Gens und einer nicht-defekten Kopie geboren werden, gelten als Träger und haben eine 50%ige Chance, das defekte Gen weiterzugeben.
Eine Reihe von Studien hat versucht, die Häufigkeit von SCID-Trägern in der Araberpferdepopulation zu schätzen. Die meisten Quellen spekulieren, dass der Prozentsatz der Araberfohlen, die an SCID sterben, 2-3% beträgt.
Wenn die Zucht zufällig ist, würde dies bedeuten, dass grob 28-35% der Araberpferde Träger sind. Die meisten Züchtungen sind jedoch eher selektiv, was die wahre Häufigkeit der Träger in der Population etwas unklar macht.