Druse wird durch die orale Exposition eines Pferdes gegenüberS. equiBakterien verursacht. Sobald sich die Bakterien in der Mundhöhle befinden, dringen sie in die Mandeln ein und besiedeln anschließend die Lymphknoten.
Bakterien können durch Kontakt mit Eiter oder Nasenausfluss eines infizierten Pferdes oder durch kontaminierte Einstreu oder Stallausrüstung (Wassertröge, Eimer usw.) übertragen werden.
Fliegen können auch als Überträger fungieren und die Bakterien von Pferd zu Pferd verbreiten.
Unter den richtigen Bedingungen kannS. equiwochen- oder monatelang in der Umwelt überleben.
Die Exposition eines Pferdes gegenüberS. equibedeutet nicht unbedingt, dass es an Druse erkrankt. Faktoren, die das Krankheitsrisiko beeinflussen, sind die Bakterienkonzentration (schlechte Hygiene und direkter Kontakt mit Nasensekreten und Eiter erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung); der Immunstatus des Pferdes. Zuvor exponierte Pferde sind oft immun gegen die Krankheit oder erkranken nicht so schwer wie nicht exponierte Pferde. In den ersten drei bis sechs Lebensmonaten sind Fohlen oft durch mütterliche Antikörper geschützt. Eine Impfung kann auch die Resistenz gegen die Krankheit erhöhen; Stress (schlechte Ernährung, Überbelegung, lange Transporte oder Vorerkrankungen erhöhen das Risiko einer Druseerkrankung).
Druse kann durch „stille Ausscheider“ übertragen werden, die keine Krankheitsanzeichen zeigen. Diese Pferde tragen den Drusenerreger häufig im Luftsack, einer Luftsacktasche am hinteren Teil des Pferdehalses. Der Nachweis dieser Tiere erfordert eine Luftsackendoskopie (Einführen eines Endoskops über die Nase des Pferdes in den Luftsack). Druse wird am häufigsten durch akut kranke oder sich erholende Pferde übertragen, die noch Bakterien in ihren Nasensekreten ausscheiden. Bakterienkultur-Ergebnisse haben eine Bearbeitungszeit von 2 bis 3 Tagen. Der DNA-Test, bekannt als Polymerase-Kettenreaktion (PCR), dauert weniger als einen Tag. Es kann jedoch weitere 1 bis 2 Tage dauern, um Proben an das Labor zu senden.